Liebe IG Metall:

Jetzt

weiterdenken

Wir brauchen eine Lohnpolitik,

die sich strikt an der

Produktivität orientiert.

Liebe IG Metall:

Jetzt
weiterdenken

Wir brauchen eine Lohnpolitik,

die sich strikt an der

Produktivität orientiert.

3

Löhne und Produktivität sind zwei Seiten der gleichen Medaille.

Wir müssen realistisch sein: Wir können nur das verteilen, was zuvor erwirtschaftet wurde. Deshalb können künftige tarifliche Entgeltsteigerungen den gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsfortschritt nicht weiter überschreiten. Höhere Steigerungen des Entgelts sprengen die Belastungsgrenzen der Betriebe der M+E Industrie in Bayern und kosten heimische Arbeitsplätze.

Außerdem verlieren unser Standort und unsere Industrie Schritt für Schritt an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. M+E Unternehmen mussten in den vergangenen Jahren bereits eine ungesunde Entwicklung bei entscheidenden Kostenfaktoren hinnehmen. Und die Phase der guten Konjunktur, die diese Entwicklung bislang verdeckte, geht zu Ende:

  • Die Tarifentgelte stiegen in den letzten zehn Jahren um 33 Prozent. Zum Vergleich: die gesamtwirtschaftliche Produktivität stieg in der gleichen Zeit nur um elf Prozent, die Branchenproduktivität sogar um weniger als fünf Prozent.
  • In der Folge kletterten die Lohnstückkosten um mehr als 25 Prozent – und damit deutlich stärker als bei vielen unserer internationalen Wettbewerber.
  • Auch die Industriestrompreise sind im Inland in den vergangenen zehn Jahren mit einem Plus von mehr als 60 Prozent doppelt so schnell gestiegen wie im Durchschnitt unserer Konkurrenten und gehören inzwischen zu den höchsten weltweit.
  • Und schließlich haben unsere Unternehmen im Inland die im internationalen Vergleich zweithöchste Unternehmenssteuerlast zu schultern.

Deshalb gibt es beim Entgelt keinen realistischen Verhandlungsspielraum, der über die gesamtwirtschaftliche Produktivität hinausgeht.  Was wir jetzt brauchen, ist eine strikt produktivitätsorientierte Lohnpolitik.